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Brexit oder Deuxit oder was?

Wolfgang Anders


Die hiesigen Kommentare werden immer nervöser und kurzatmiger.
Darüberhinaus, wie kürzlich bei web.de, nicht ohne weiteres zu kommentieren.
War wohl auch nicht erwünscht.
Tatsächlich bewegt das Thema, ob die Briten aussteigen aus dieser seltsamen Darstellung eines geopolitischen Begriffs, mehr als man so glauben wollte.
Meinen Freund Herbert zum Beispiel.
Er meinte letztens in Löbnitz, daß dann wohl die Arbeitslosigkeit wieder steigen würde – bei uns, versteht sich.
Das wollen wir alle nicht.
Heute nun legt der unsympathische Martin Schulz noch eine Schippe drauf: +++ Dienstag, 21.06.2016: Schulz warnt Briten: „Wer geht, geht“ +++

Das sind Weisheiten! Und von solch Volldemokraten werden wir regiert?
Was ist das denn für ein Demokratieverständnis?
Schon mal was gehört vom Recht auf Selbstbestimmung und Selbstverwaltung?
Steht in den UN-Gründungsdokumenten…

Als alter Sachse muß ich schon abwarten, was denn die angelsächsischen Vettern wollen und wählen.

Die Aussage von Schulz erinnert mich alten Ossi zu stark an einen gewissen Erich Honecker: „Wir werden denen … keine Träne nachweinen…!“
Das Originalzitat finde ich jetzt mal nicht – ist auch nicht so wichtig.

Und ob bei uns die Arbeitslosigkeit steigt oder nicht hat ja wohl eher andere Gründe.
In aller erster Linie ist es der politische Wille und ein Grundkonsens im Volke, ob ich tendenziell Vollbeschäftigung im eigenen Lande haben will oder nicht.

Und damit bin ich beim eigenen Vaterlande – soviel Patriotismus darf in der Fußballwoche schon sein.
Ansonsten wird das ja als Nationalismus abqualifiziert – eine dummdreiste Lüge, aber das ist ein anderes Thema.

Ob die Briten den Exit wagen oder nicht sei mal abzuwarten – wir aber sollten uns schon ernsthaft fragen, ob wir weiterhin die Krisen der Anderen ausbaden wollen und mit Geld und Blut dafür zahlen.
Auch für eine jahrhundertlange Ausbeutung ihrer (und unserer) Kolonien durch die Briten.

Der deutsche Ausstieg aus der Fehlkonstruktion von Kohl und Mitterand wäre für uns Deutsche wohl einmal eine Diskussion wert.

Zynisch könnte man auch sagen:
Brexit? Yes, we can!

Die Briten haben früher schon mal deutlich gemacht, daß sie die fetten Katzen in Brüssel nicht füttern wollen.

Und:
Deuxit?
Ja, wir schaffen das!

1 Kommentar

  • Wolfgang Anders sagt:

    Hier ist eine Ergänzung erforderlich:
    Großbritannien wurde deindustrialisiert (ähnliche Tendenzen in Deutschland, mindestens aber in Mitteldeutschland). Deshalb bliebe eventuell den Briten nichts anderes übrig, als im EU-Verband zu bleiben…
    Vgl.:brunomedia vom 16. Juno!

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