Der Erpel

Wolfgang Anders


Taxi-Toni (Einer der Besten im Leipziger Westen) weilte gestern mit seiner Holden beim Fußball.
Na ja!
Er hätte auch in eine Disco gehen können – oder auf den Hauptbahnhof!
Taxi-Toni (Einer der … eben auch nicht mehr der Jüngste!).
Taxi-Toni kommt sich vor wie in der falschen Kirche.
Da stehen die Leute auch auf und Taxi-Toni weiß nicht wann und warum.
Erst hielt er die Rot-Weißen für die gegnerische Mannschaft und wunderte sich über die Reaktion seiner Nachbarn.
Sitze ich hier im falschen Block, dachte er verzweifelt.
Nee, seine Frau hielt das für normal und klatschte offenbar an der richtigen Stelle.
So richtig überzeugte ihn die gastgebende Mannschaft, die mit dem tierischen Namen (Weil: mir mach`n hier geine Werbung für die Reklame!), nicht.
Die dunkelblau gekleideten Herren spielten ja wohl nicht schlecht.
Oder?
In seiner frühen Jugend konnte man Taxi-Toni (Er hieß damals noch anders!), der ein exzellenter Techniker war, nur als Verteidiger einsetzen – notfalls auch als Tormann.

Inzwischen und zwischendurch sorgten die netten Leute hinter ihm für Stimmung. Sogenannte Emotionen.
Das spielt wohl beim Fußball eine große Rolle.
Sie brüllten immerzu ERR PEE EL, was sicher soviel heißt wie Erpel.
Also ein männlicher Enterich – oder so!

Inzwischen hatte die Mannschaft der Gäste aus den gebrauchten Bundesländern ein Tor geschossen. Ein Herr Mölders war`s.
Jetzt wußte Taxi-Toni nicht wie er sich verhalten sollte.
Ein einzelner junger Mann vor ihm jubilierte.
Der Rest war betroffen.

Nach einigem Hin und Her gelang den Gastgebern , hier im ehemaligen Zentralstadion, auch mal ein Tor und dann sogar noch ein solches.
Nicht schlecht, Herr Specht. Oder wie sagt man hier?

Übrigens, der Gaffee war unserem Taxi-Toni zu teuer und die Bräzel zu kalt.

Aber sonst: ERR PEE EL!!!

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