Erich Loest wäre 90 geworden…

Wolfgang Anders


Erich Loest wäre 90 geworden.
Der knorrige, ja knurrige Alte aus Gohlis.
Ich habe seine Bücher gerne gelesen.
Als ich über der Biographie meines Gereke saß (Gereke – Leben & Wirken), kam sein „Reichsgericht“ hinzu.
So kam ich auf die Idee, meinen „Staatsgerichtshof“ gleich als Replik auf sein „Reichsgericht“ zu entwickeln.
Aber ach! Die Trauben hingen wohl doch zu hoch.
Immerhin hat mir der Alte aus Gohlis einen freundlichen Brief dazu geschrieben.
Ich solle den roten Faden nicht verlieren …
Recht hat er gehabt.
Jetzt muß ich den „Staatsgerichtshof“ nochmal schreiben!
War eh` nur ein Fragment…

Seine Mahnung habe ich mir fest eingeprägt: Wer sich als Schriftsteller Leipzig auswählt, hat ausgesorgt!
Tatsächlich – hier finde ich genügend Geschichten.
Auch hat Loest nach der Wende aktuelle Manuskripte von hier gesucht.

Noch ein Wort von ihm, gehört am Mittwoch auf MDR:
Das sozialdemokratischste seien die Schrebergärten, Fußball in der 7. Kreisliga und die Bibliotheken.
Wohl war, lieber alter Loest!

Und ich suche in meinen Kisten und Kästen Deine Schreiben und meine Texte!
Das kann dauern…

Möge die nunmehrige Erich-Loest-Bibliothek in Gohlis – Ecke Elsbethstraße/Breitenfelder am Blumenladen habe ich ihn noch gesehen – mit Erich Loest Ehre einlegen und viele Leser finden.

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