Soziale Netze


FEINE & FIESE KRITIK AUS LEIPZIG – KEINE SATYRE

Wolfgang Anders


LEIPZIGER ZEITUNG
Die Wochenzeitung in Leipzig – lokal, fair und transparent.
18.09.2015
AUSGABE 17/2015

Seite 16 BILDUNG & WISSENSCHAFT

DEBATTE
Post an Caysa
Ein Leserbrief von Lars Schmidt

Schön, meint der heutige Kritikus (Urlaubsbedingt leicht verspätet!): Jetzt streiten sich in meiner Heimatstadt Leipzig schon die Wessis über die Westscheiße, die sie hier reingebracht haben. Und unsereins muß schon Leserbriefe bekritteln, weil die kein Geld mehr haben für richtige Autoren!
Welch ein Abstieg für den erfolgsverwöhnten Autor dieser Zeilen.

Wenn sich die Wessis hier gegenseitig auf höchstem intellektuellen Nivea waffeln, könnte das uns eigentlich egal sein: Leibzsch escha!
Wäre da nicht diese hingerotzte arrogante Randbemerkung über meine DDR-Kultur:
(ZITAT)
„Den schönen Bildern aus der DDR schließlich mit dem Werktätigen, der nach der Schicht den Blaumann abstreift, um in die Opern-Klamotten zu schlüpfen, war bekanntlich keine Nachhaltigkeit beschieden.“
(ENDE DES ZITATS)

Tatsächlich. Ich aber habe in eben dieser Zeit in Leipzig, Berlin (Hauptstadt der DDR) und Weimar hochwertige „Faust“-Inszenierungen gesehen. Zu volkstümlichen Preisen. Und meinen bescheidenen Buchbestand aufgebaut. Mit richtigen Büchern. Ich habe Zeitschriften gesammelt und binden lassen – übrigens hatten wir damals in der Familie regelmäßig die „Wochenpost“ gelesen. Das war eine Wochenzeitung, die nicht nach drei Monaten pleite war…
Was Nachhaltigkeit auf dem Gebiet der Kultur, auch der Hochkultur, bedeutet, kann man sich heute noch in der Literatur-Sammlung eines Peter Sodann in Staucha ansehen.
Schauen Sie sich mal im „Leipziger Hof“ Bilder aus der Leipziger Schule an.
Da werden Sie geholfen!
Und zwar von Ihrem hohen Roß!

Leck` mich am Arsch!

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