Filmmusik aus „Schindlers Liste“…

Wolfgang Anders


Filmmusik aus Schindlers Liste wollte ich eigentlich nicht hören.
Ganz in Familie sollte es ein schöner Abend werden. Hier auf dem Augustusplatz in Leipzigs guter Stube, ein wenig verschandelt und verbaut von unseren lieben westdeutschen Landsleuten mit ihrem ganz eigenen Verständnis von Kultur und Geschichte…
Das Leipziger Jugendsinfonieorchester spielte Filmmusik – launisch und flapsig moderiert von dem Daueransager Roman Knoblauch.
Also zwischen Milchtöpfen und dem ganzen Gastro-Müll begann das Konzert mit Filmmusik aus James Bond 007. Auf einer Leinwand (Vermutlich Plaste und Elaste.) zeichnete ein Computer eine leblose Figur zum Thema. Das ging den ganzen Abend so. Einerseits ermüdend, andererseits etwas fürs Auge, wenn einem die Film-Musik nichts sagte, da man den Film nicht kannte.
Nach James Bond 007 kam Film-Musik eben aus Schindlers Liste. Habe ich auch nicht gesehen, weiß aber, welches Thema darin angesprochen wird.
Künstlerisch sicher anspruchsvoll und solide umgesetzt.
Die Film-Musik.
Dazu die selten dämliche Frage Romans an die junge Künstlerin, wie sie dieses schwierige Thema (Schindlers Liste) umsetzen könne – oder so.
Was soll das arme Mädchen darauf antworten?
Die junge Künstlerin kann sich nur auf die Noten, das Zusammenspiel und ihre Spielweise konzentrieren – was sonst?

Der Rest ist schnell erzählt.
Vorwiegend angloamerikanische Kulturbeiträge (Die dazugehörigen Filme kannte ich leider gottseidank auch bloß nicht.), die musikalisch einwandfrei vorgetragen wurden.

Das Publikum wurde zum Spenden animiert. Na ja…Kunst ist teuer, nichts ist umsonst.
Und wenn unser OBM und Herr der herrenlosen Grundstücke mit einem Orchester die halbe Welt bereisen will, braucht es schon ein wenig Penunze…

Schönen Sonntag noch zum Leipziger Stadtfest wünscht die Landgemeinde!

PS.: In der Anlage sehen Sie einen Werbetext des Jugendsinfonieorchesters. Wir setzen uns ausdrücklich für eine Unterstützung dieses Jugendorchesters ein, zumal wir selbst in bescheidenem Maße das Jugendblasorchester, das ehemalige Fanfarenorchester Leipzig, unterstützt haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.