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Ich, Luther, bin das Volk

Wolfgang Anders


Ich, Luther, bin das Volk.

Eine Flugschrift von Martinus Lutherus daselbst.

Leipzig.
Im Jahre des Herrn 2016.

Prolog im Himmel

„Wer es gut mit Gott und den Menschen meint,
sei mein Liebling,
sei mein Freund!“

So lautete das Lieblingsmotto von Ludwig Ferdinand Stolle, dem Schriftleiter von Ernst Keils „Gartenlaube“.

Luther, Wolke 08/15: Stolle wohnt um die Ecke auf Wolke 007 und ist überzeugter Lutheraner. Wir verstehen uns sehr gut, zumal er viele Jahre in Grimma lebte und schrieb. Er hat mich und meine Katharina immer wieder in seinen Gedichten und Liedern benannt.

Wer es nun wirklich gut mit Gott und den Menschen meint, habe ich, Luther, mein Leben lang zu erfahren gesucht.
Dabei kann ich nunmehr mit Fug sagen, wer es eben nicht gut mit Gott und den Menschen meint: So der Papst, der Antichrist, der wahre Stellvertreter des Teufels.

Welcher Papst?
Was soll mir diese törichte Fragerei?
Ein Jeder auf dem Stuhle Petri!
Warum?
Gott im Himmel!
Weil Gott, unser aller Gott im Himmel, keinen Stellvertreter hie auf Erden benamte.

Mein Gott, unser Gott braucht – weiß Gott! – keinen Stellvertreter.
Vielleicht im Himmel zur Buchhalterei (wie ich meinen Herrn Käthe…).
Falls er auf Erden einen Stellvertreter einsetzen wollte, hätte er das auch getan.

Gottes Allmacht und allgegenwärtiger Güte aber widerstrebt es, den Menschen, seinen lieben Schafen, noch einen Wachhund in die Herde zu stellen!

Soviel für heute, meine lieben Sachsen.

Martin Luther auf Wolke 08/15

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