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Im Trüben fischen

Wolfgang Anders


Taxi-Toni (Einer der Besten im Leipziger Westen.) fuhr am letzten Samstag mit seiner Holden im eigenen Waaagen zum Abfischen in die Dübener Heide. Hinter Lindenhayn, kurz vor der Prellheide, liegt der Schadebach. Dieser wird an der Bundesstraße 2 aufgestaut, um dort im Trüben zu fischen.

Na ja, das Wasser ist trübe – in diesem Jahr sieht es besonders trübe aus, weil – zu niedrig, zu wenig Wasser.

Die Arbeiter waren fleißig bei der Sache und fischten, was es eben so gab: Haie, Welse, Forellen und Hechte. Tolle Hechte!

Man stärkte sich mit einem Fisch-Burger (vom frischen Fisch!), trank einen Heidelbeerwein und knabberte später noch einen heißen Speckkuchen.
Man kaufte noch dieses und jenes – alles Dinge, die keiner braucht (Filzschuhe, Holzbänke, Bienenhonig).
Vater bekam noch seinen Kaffee – er verträgt keinen sogenannten Alkohol!

Dabei fiel ihm noch der Spruch ein: Fischers Fritze fischte frische Fische – frische Fische fischte Fischers Fritze.

Gesehen hat man auch die halbe Welt, zumindest Otmar mit dem Hütchen, des Korbmachers Fru, nee Frau!
…dann noch den anderen Korbmacher, den Bäcker, und den Küchenmenschen aus Diehm.
Nee, das war doch in Wermsdorf. Da haben wir auch im Trüben gefischt – aber bei wesentlich schönerem Wetter!

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