Schneider Emil

Soziale Netze


In die Fresse…

Wolfgang Anders


Mein Großvater war Sozialdemokrat.
Und Gewerkschafter.
Einer von hunderttausend kleinen Leuten, die vor rund hundert Jahren, auf der Walze in Deutschland ihre zum Teil schmerzhaften Erfahrungen im Leben und in der Arbeitswelt gemacht haben.
August Bebel war sein großes Vorbild. Als Leipziger stand er zu Wilhelm und Karl Liebknecht.
Seine bescheidenen Beiträge hat er sein Leben lang gezahlt.
Nach dem großen Kriege brachte er als Kriegsversehrter seine Familie als Schneider mit Heimarbeit über die Runden.
Die Novemberrevolution wollte er noch nicht als großen Verrat seiner sozialdemokratischen Führer begreifen.
Sebastian Haffners Buch „Der Verrat“ konnte er nicht mehr kennenlernen.
In der Familie lasen sie den „Simplicissimus“, die „Gartenlaube“, die SPD-Zeitung „Vorwärts“ und zahlreiche Bücher der Büchergilde Gutenberg.
Die Söhne standen der Arbeiterjugend nahe, der bündischen Jugend, den Naturfreunden und der Schwimmerjugend in Nerchau.
Aus dem folgenden Kriege ist einer der Söhne nicht wiedergekommen.
Die Vereinigung von KPD und SPD in der sowjetischen Besatzungszone hat er dennoch ein wenig skeptisch begleitet und sich danach gesundheitsbedingt aus der Parteiarbeit als kleiner Kassierer verabschiedet. Der Herrenmaßschneider Emil Anders aus Leipzig-Leutzsch starb im Jahre 1951 an den Spätfolgen eines Lungenschusses aus dem Ersten Weltkrieg.

Im Rückblick sage ich heute – die deutsche Sozialdemokratie hatte eine starke Tradition, starke Bindungen in der Arbeiterklasse und in der gesamten Bevölkerung.
Man denke an den Besuch von Willi Brandt in Erfurt und das Treffen mit Willi Stoph: „Willi, Willi…!“ erschollen die Rufe.

Die Bundeskanzler Willi Brandt und Helmut Schmidt standen für Entspannung und Annäherung.
Verlockend für viele DDR-Bürger und auch wünschenswert.

Die hiesige SED fand kaum eine solche Zustimmung und immer seltener die richtigen Worte.
Fachbegriffe wie Klassenkampf und Volkseigentum wurden zu weit oben angesiedelt und drangen kaum ins Bewußtsein ein, mündeten nicht in Überzeugungen und praktisches Handeln.

Ergebnis: Die DDR-Bevölkerung rannte sehenden Auges ins offene Messer und servierte ihr Eigentum, privates, genossenschaftliches und staatliches Eigentum, dem „Klassenfeind“ auf silbernem Tablett.

Hat fast jeder irgendwie selber erlebt, erleben müssen, will aber kaum einer zugeben.

Die (west-) deutsche Sozialdemokratie konnte sich freuen. Sie erlebte einen Mitgliederzuwachs, einen Vermögenszuwachs (Wie zum Beispiel bei Immobilien, Rosa-Luxemburgstraße in Leipzig u.a….).

Die West-Gewerkschaften ebenso.

Von den anderen Parteien wollen wir hier nicht reden.

Und jetzt steht die SPD an einem Scheideweg.

Jede Art von Groko ist Scheiße und historisch überholt.
Was die Volksverräter aller Couleur bis heute falsch gemacht haben, können sie in keiner Groko wieder gut machen.
Lügenpresse, Lückenpresse und Mattscheibe reden und schreiben sich den Mund fusslig, sie schwafeln uns besoffen, sie wollen die GEZ nicht abschaffen, sie wollen Krieg spielen, sie wollen alles, was ich nicht brauche, was meine Familie nicht braucht, schon gar nicht meine Enkelkinder.

Und dagegen muß man was tun.
Was tun? Fragte schon LENIN.

In der sogenannten BRD gab es schon mal eine außerparlamentarische Opposition.
Ja, von Freunden lernen, heißt siegen lernen…
Das hatten wir schon mal.

Denjenigen deutschen Sozialdemokraten, die bei dieser Merkel-Huldigung, dieser lächerlichen Abstimmung, mit NEIN gestimmt haben, rufe ich zu: Seid stark und zieht die Konsequenzen!
Raus aus dieser Partei der Arbeiter- und Volksverräter.
Wer hat uns verraten – Sozialdemokraten!

Und den Etablierten deutlich eins „In die Fresse“!

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