Soziale Netze


Kritik der reinen Vernunft – Meine fast satirische Kritik der Leipziger Wochenzeitung LZ

Wolfgang Anders


Vor mir liegt die Ausgabe vom 07.08.2015, die Nummer 11/2015.
Und sie dreht sich doch – möchte man meinen.
Sie existiert immer noch. Etwas abgespeckt, was wohl so bleiben wird (?), aber ansonsten recht hibbsch.
Aufmachung und Mischung und Themenvielfalt rund um Leipzig – d`accord!

Ein wenig NS-Scheiße (Das muß sein!), etwas Rechtsextremismus – vielleicht demnächst mal was über das Thema Linksradikalismus? Der „Linksradikalismus – die Kinderkrankheit des Kommunismus.“ Von Herrn Uljanow. Wer`n de Wessis nich genn`n.

Im Land des „seriösen Radikalismus“ gab es auch eine Zeit vor Holger Apfel. Da gab es eine konservative NPD in Sachsen und keine Krawallmacher westlicher Provenienz.
Apropos Provenienz. Seite 17.
Die NS-Raubkunst macht nur einen relativ geringen Teil der Provenienzforschung aus, haben wir irgendwo gelesen. So aber wird immer wieder der Eindruck erweckt, alles dreht sich um NS-RAUBKUNST.
Dem ist nicht so. Über den sächsischen Kunsthändler Hildebrand Gurlitt gäbe es wahrlich noch mehr zu berichten.
Die Provenienzforschung hat noch viel zu tun. Wo haben die heute Restitutionsforderungen stellenden Kreise ihre Kunstschätze her?

Seite 7: Die Rindviecher sind unter uns!

Bildunterschrift: „Durchschnittlich 62 Kühe werden auf einem Hof gehalten. In Gundorf sind es mehrere Hundert.“
Na und? Möchte man meinen. Die Kühe wird’s freuen. Auf dem Bild sehen sie jedenfalls nicht unglücklich aus. Wie die Kühe da im Laufstall ihr Häckselstroh fressen… Alles in Ordnung.
Übrigens – durchschnittlich 62 Kühe? Wo? In Bayern? In den Alpen oder wo?
Etwas mehr Genauigkeit in der Berichterstattung wäre zu wünschen. Oder ist das nicht gewünscht? Mehr Stimmungsmache? Auf dem Wege zur Lügenpresse?

Was uns immer wieder interessiert:
Thema – Wasserstadt Leipzig. Unsere Meinung: Die gutbezahlten Laiendarsteller im Neuen Rathaus haben das Potential der Wasserstadt Leipzig vergeigt. Die Wasserkanäle sind zu schmal, die Kurven zu eng und die Gesetze von Übel.

Bildung, Sport und Kunst, Museen und Musik passen sehr gut in eine Wochenzeitung. Die Sammlung von Waldenburg oder auch das Lindenau-Museum in Altenburg – gut gemacht und informativ.

Die Comics aber passen nicht. Sie sind Ausdruck einer kaputten Gedankenwelt, westdeutscher Pluralismus, einfach Scheiße.

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