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Nachbarbier Authausen 2018

Wolfgang Anders


Na, das war doch mal `ne scheene Feier.
Die LPG hat damals solide gebaut und einen sehr schönen Saal hinterlassen.
Die drei jungen Paare und Nachbarn haben den Saal geschmückt, der DJ war gut drauf und die Gäste auch.
Junge Leute bedienten die älteren Nachbarn, so daß der Autor dieser Zeilen auch mal am Freibier schnuppern durfte…
Es wurde sogar Walzer getanzt.

„Wie das Nachbarbier nach Authausen kam, ist nicht nachzuvollziehen.“ schreibt Herbert Klepel u.a. in „Alte und junge Traditionen im Landkreis Delitzsch (Tauchaer Verlag, 2004)“
Pfarrer Bercht hätte sich über solche Fastnachtsbräuche beschwert, Parrer Leuchte sogar 1781 die Staatsgewalt gerufen.
Pfarrer Ohle aber schaute gegen Ende selbst noch vorbei.
Wohl um sich seine Schafe aus der Nähe anzusehen. Denn irgendwann kommt jeder zum Nachbarn mit der schwarzen Kutte – auf den Gottesacker.
Das ist ja auch der Sinn der Sache: Das Nachbarbier hat sich nicht zuletzt daraus entwickelt, daß die Nachbarn sich bis zum letzten Gang zur Seite stehen.
Auf dem Dorfe ist man heute noch darauf angewiesen.
Gut so: Feuerwehr, Männerchor, Blaskapelle…irgendeiner feiert immer.
In diesem Jahr feiert Authausen übrigens ein Jubiläum.
Da muß der Autor und rasende Reporter unbedingt hin…
Na denn Prosit – es möge nützen!

PS: Um die mehr als 200jährige Tradition fortzusetzen, fanden sich auch noch drei Jungnachbarn für das nächste Jahr.
Davon ein Paar aus dem Nachbardorf Görschlitz.

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