Soziale Netze


Was Du heut noch kannst entkorken…

Wolfgang Anders


Was Du heut noch kannst entkorken,
das verschiebe nicht auf morgen!

Ein gutes altes deutsches Motto.
Wie etwa:
Am deutschen Wesen
kann die Welt genesen.
So der gut gemeinte, sozial-romantische Ratschlag eines Emanuel Geibel.

Wein, Weib und Gesang
Ein Leben lang!

Noch besser!

Könnte von mir sein, ebenso wie:
Hier stehe ich, ich kann nicht ANDERS!

Kurz und gut – das gesamte Redaktionskollegium der „Landgemeinde“ (Herausgeber, Verleger, Chefredakteur, Schriftleiter, Redakteur vom Tage, Bildredakteur, Inhaber, Besitzer, Ehefrau, Putzfrau, Parteisekretär, BGL-Vorsitzender, Lehrling, Kraftfahrer), ließ es sich nicht nehmen, den Winzern in und um Freyburg an der Unstrut die Ehre zu erweisen.
Als erstes stürzte man sich auf eine einheimische Kürbissuppe, Fettbemmchen und den Federweißer.
So gestärkt ging es zur Blasmusik bei Rotkäppchen, einem DDR-Unternehmen, was da das System Soziale Marktwirtschaft falsch verstanden haben muß!
Kaufen einfach den Mumm-Sekt auf!
Das ging doch eigentlich andersrum – oder?

Die großzügigen Vettern aus der westdeutschen Vetternwirtschaft haben doch sonstens die armen DDR-Betriebe übernommen. Mit großzügigen Kapitalzuschüssen aus dem bundes- und nun gesamtdeutschen Steuersäckel.

Lassen wir das…

Der Festumzug, der pünktlich 14.00 Uhr c.t. begann, war wie immer imposant.
Eine Tambour-Majorin führte den Stab links (war aber wohl keine Linke) und hielt mit der Rechten das Probiergläßchen, zwecks laufender Stärkung beim Laufen.

Auch der Wein enthält Alkohol mit allen seinen gesunden Folgen, aber auch hier gilt: Die Dosis macht das Gift! Sagte Paracelsus – oder ein anderer alter Grieche. Ja, diese Römer!
Bringen uns den Wein…und jetzt wollen sie nur noch Euro.

Ein besonders weinseeliger, also weinbeseelter Bürger der Region stolperte die Straße hinan und rempelte vorwiegend Frauen an…
Das Trinkverhalten des geschätzten Publikums entsprach nicht dem Medium Wein.
Von stillem Genusse war da nichts zu sehen – alles rannte zu den Umzugswagen und ließ sich das Probiergläßchen füllen. Mehrmals, und schüttete den Roten, Weißen oder Rosé, auch Sekt vom Blaukäppchen, in sich hinein.

Prosit – es möge nützen!

P.S.: Nächstes Jahr kommen wir wieder. Mit der Bahn, oder mit dem Schiff die Unstrut saaleaufwärts, oder auch zu Fuß…
Nächstes Jahr bringen wir ein größeres Probiergefäß mit…hick.

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