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Lebenskünstler – Leipziger Hartz-IV-Geschichten

Wolfgang Anders


LEBENSKÜNSTLER
Leipziger Hartz-IV-Geschichten
von
Wolfgang Anders
Leipzig

Schon im Jahre des Herrn 2003 haben wir den satirischen und deshalb viel beachteten Leitfaden „Überleben für Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger – Ossis aller Länder vereinigt euch“ geschrieben und im Weltverlag „Die Landgemeinde – Zeitschrift der Landgemeinden“ veröffentlicht.
Natürlich ein Riesenerfolg aus der Hand, besser aus der Feder des Meisters.
Die Geschichten haben alle ein Körnchen Wahrheit, Ähnlichkeiten bei Personen sind beabsichtigt, die Orte authentisch. In den edelsten Zügen findet sich stets der Autor wieder.
Namen sind nicht nur Schall und Rauch, sondern sollen an echte Menschen von hier erinnern. Wer sich nicht wieder erkennt ist vielleicht für den Gang der Dinge nicht wichtig genug.
Nomen est Oma – oder so.
Im Übrigen erfüllen wir hier alle Klischees über Trivialliteratur.
Sowas hatten wir zwar in der DDR nicht, aber das allein will noch nichts besagen. Auch wir hatten gute und schlechte Literatur.
Und wir halten uns keinesfalls für einen Schriftsteller – bestenfalls für einen literarischen Chronisten:
Sachlich, kritisch und optimistisch.
Jung, dynamisch und erfolglos.

1. Die Geschichte von Taxi-Toni (Einer der Besten im Leipziger Westen)
(Schon veröffentlicht in der „Landgemeinde“.)

2. Die Geschichte von Helmut Nachbar (Lasst dicke Männer um mich sein.)

Das Gekeife seiner bösartigen Alten im Ohr zerrte Helmut seine alte Kutte von der Flurgardeobe, stieg in seine Wanderstiefel, griff nach der Mütze und…: „Halt die Schnauze, Alte!“
Krachend fiel die Tür ins Schloß.
Im ganzen Hause bestimmt gut zu hören. Die alten Mieter würden schon hinter den Türen stehen, sodann hinter den Gardinen und versuchten rauszukriegen: „Was ist den heut bei Neumanns los!“

Fortsetzung folgt…

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