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Sagen der sächsischen Heimat: Der Gauchel

Wolfgang Anders


Westlich des Bienitz befindet sich das Dörfchen Dölzig.
Es gehörte in den 90ern zur neugebildeten Gemeinde Bienitz im Westen von Leipzig im Nordwesten Sachsens.
Diese Gemeinde aber wurde von den Landesherren zerschlagen und seither gehört Dölzig zu Schkeuditz. Da die Landesherren keine Ruhe gaben, rückte Schkeuditz auch noch in den Landkreis Delitzsch-Eilenburg ein. Und so kam es, daß heute die Stadt Taucha im Nordosten Leipzigs, mit welcher sich der Rat der Stadt Leipzig vor einigen hundert Jahren um das Messerecht schlug, zum gleichen Kreis gehört wie die Fast-Preußen von Schkeuditz, Altscherbitz und Lützschena.

Der Bienitz als alte keltische Kultstätte ist in unserer Heimat wohlbekannt.
Die Leipziger, besonders die aus Leutzsch und Lindenau, wanderten fleißig über Barneck und Gundorf und Burghausen zum Bienitz und der dortigen Restauration. Gelegentlich wanderte man auch weiter, insbesondere in der neueren Zeit, als der Elster-Saale-Kanal schon da war und den Bienitz, diese Endmoräne aus der letzten Klimakatastrophe, als Wasserstraße zerteilte.
Am linken und rechten Ufer und den sich ergebenden Dämmen kann man weit gen Westen wandern.
Das Land fällt nach dem Bienitz ab, man schaut weit übers Land und linkerhand erschaut man die Dächer eines kleinen Dorfes – Dölzig.

Wir kennen es von Kindesbeinen an.
Im „Goldenen Hirsch“ spielte der Chronist dieser Sage als Schüler auf der Querflöte eines Arbeiterspielmannszuges.
Später, als Landwirtschaftslehrling, machte der Schreiber auf der Reparaturtechnischen Station, der RTS, seinen Führerschein für Traktoren.

Noch später ging der Chronist als gewissermaßen Vorruheständler mit Frau und Freunden in den „Goldenen Hirsch“ zum Oldie-Tanz.

Und was oder wer ist nun der Gauchel ?

Das wissen wir auch noch nicht, aber der „Leipziger Volkszeitung“ vom Dienstag nach Ostern 2007 entnehmen wir, daß dort in Dölzig schon das vierte Gauchelfest stattfand.
Toll, ohne uns.

Also – der Gauchel ist eine kleine Quelle, aber wo ?

2 Kommentare

  • Franz Rudolf Gauchel sagt:

    Da ich aus Oberschwaben kommend die Quelle auf Anhieb gefunden habe, kann das ja nicht so schwer sein. Eine Straße namens Schöppenwinkel liegt mitten im Ort, daran liegt ein Jugendzentrum, wie auch ein kleines Rondell in der Straße leicht zu finden. Gegenüber vom Jugendzentrum führt ein Fußweg zur wenige Meter entfernten Quelle. Von der Straße aus ist ein überdachter Aushang sowie das Geländer um die Quellfassung schon zu sehen. Wenn du schon dort bist, kannst du dich nützlich machen und Moos, Laub u.ä. entfernen.

    • Wolfgang Anders sagt:

      Vielen Dank nach Oberschwaben.
      Mein Beitrag ist nur schon ein paar Jahre alt.
      Gern besuchen wir „den Gauchel“ wieder einmal.
      Herzliche Grüße
      von Sachsen nach Oberschwaben
      Wolfgang Anders aus Leipzig

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