Soziale Netze


AfD heute – und morgen?

Wolfgang Anders


Meine Kritik an einer ehrenwerten Bewegung.

Obwohl kein Parteigänger der AfD fand ich doch ihr Anliegen gut:
Der angeblich alternativlosen Politik der Bundeskanzlerin eine echte Alternative und eben auch eine demokratische Wahlmöglichkeit entgegenzusetzen.
Das Wahlprogramm der AfD ist interessant und beinhaltet durchaus nachvollziehbare Ziele, die mir so noch gar nicht bewusst waren.
Beeindruckt hat mich das Vorhaben, unser literarisches deutsches Kulturgut zu digitalisieren, somit hierzulande zu erhalten und zu speichern, ehe dies von anderen, den USA beispielsweise, getan wird.
Unser Kulturgut auch im eigenem Lande der Bevölkerung, dem deutschen Volke, zugänglich zu machen.
Sinnvoll und angemessen – eine echte Alternative für Deutschland.
Dahinter steht natürlich auch der dramatische Urheberrechtsstreit, auch auf EU-Ebene.
Et cetera.

Der dümmlichen Kritik der etablierten Parteien und der nie luegenden Qualitaetsmedien konnte ich nie etwas abgewinnen.
Umso enttäuschter war ich stets, wenn auch im eigenen Umfeld oft nur bin Rechtspopulisten und Nazis die Rede war.
Die Medien können dies durchaus als ihren Sieg über den gesunden Menschenverstand verbuchen – als Erfolg des Pluralismus und der damit verbundenen Demagogie.

Der AfD überhaupt irgend etwas mit rechts, populistisch und extrem und „nazi“ anzudichten, zeigt doch nur, wie hohl die etablierten Parteien und Institutionen heute sind.
Wenn die herrschende Meinung die Meinung der Herrschenden abbildet, dann sind eben diese heute Herrschenden so hohl wie nur irgendwas und mindestens am Ende ihres Lateins.

Soeben die heutige LVZ gelesen (LVZ vom 10.07.2019).
Der leidvolle Leid (t) Artikel titelte „Radikale drängen ans AfD-Ruder“.
Von Jan Böhmermann…oder so!
Und genau das Gesuelze (kennt Guuugel wieder nicht!), was man von der herrschenden Meinung als Meinung der Herrschenden erwarten darf:
…schwacher Meuthen
…geduldeter Gauland
…keine Rechtsstaatspartei
So als wären die etablierten Parteien auch nur in irgend etwas besser!
Schade um die Zeit, diese Zeilen von Jan Emmermann (hieß der wirklich so?) auch nur zu lesen.

Widerspruch in sich: Wenn jetzt, hier und heute, schon in der AfD die Radikalen ans Ruder drängen – was war die AfD dann bis heute?

Ich sehe hier nur Differenzierungsprozesse, wie sie in jeder politischen Partei ueblich und nötig sind.

Die Aussage des Herrn Bolz (ausgezeichneter Vortrag, als Video gesehen) über die gegenwärtige Medienpolitik und “ wie in der DDR“ hat mich irritiert.
Sein Vortrag war ausgezeichnet, der Verweis auf DDR-Verhaeltnisse ueberflüssig, die Reaktion des Publikums aber war nur dumm.
Wessis eben.

Auf Bundesebene sind doch wohl vorwiegend Leute aus der zweiten, dritten Reihe, Politikverdrossene aller Couleur, auch Mitläufer und… aus den alten Altparteien und von ueberallher in die AfD gestroemt.
Einer sogar, der mir imponiert, von der Linken!
Was also wollen, was kennen, was wissen diese „Altkader“ von UNION, SPD, Liberalen und Sonstigen, die hier und heute verdienstvollerweise eine politische Alternative schaffen wollen?
Können sie eine politische Alternative für unser aller deutsches Vaterland?
Beim an sich harmlosen polemischen Verweis auf ehemalige DDR-Verhaeltnisse können manche offenbar nur dumm lachen.
Nicht weiter schlimm, ich halte das aus, verschmerzen, verdrängen, vergessen…Stammtischnivea…was soll’s…weiter…!
Wie aber, liebe Freunde, liebe deutschen Landsleute, meine lieben Deutschen, wie aber sieht denn nun Eure Alternative aus?
Zurück in die Zukunft?
Reset?
Wie wann?
Auf jeden Fall, wie vor Merkel!
Wie bei Kohl?
Wie bei Kohl und Genscher?
Die offenkundig (Offenkundig!) die deutsche Einheit weder gekonnt, noch gewollt hatten.
Die die deutsche Einheit gegenüber einem zugänglichen, aber wohl doch naiven Gorbatschow, regelrecht vergeigt haben…
Was also kann und will die Alternative für mein Deutschland?

Der DDR-Buergerbewegte Dr. Wolfgang Ullmann forderte von einem Dr. Wolfgang Schäuble die Verwirklichung des GG-Auftrages der Schaffung einer Verfassung in freier Selbstbestimmung.
Schäuble (Der, der den Einigungsvertrag mit sich selbst abgeschlossen hat!) soll das aalglatt und arrogant zurückgewiesen haben.
Wozu auch, das westdeutsche und internationale Großkapital hatte, was es wollte und den Rest können andere erledigen…
Ist dies eigentlich der oder ein Anlass für das Zerwürfnis zwischen Kohl und Schäuble?
Und das sogenannte Grundgesetz?
Abgeschafft von Herrn Baker, wie die Verfassung der DDR abgeschafft wurde von Herrn oder Genossen Schewardnadse? Von den Besatzungsmächten also!
Abgeschafft von einem sicherlich aufgewühlten Bundestag, der nichtsdestoweniger völlig neben sich stand, abgeschafft durch eine GG-Änderung. Abschaffung Artikel 23 GG, Geltungsbereich.

Nu macht mal, liebe AfD!
Meine Stimme habt Ihr dann moeglicherweise in allen wesentlichen Fragen

Aber : eine Frau Lengsfeld hat jetzt schon Angst vor dem Sozialismus!
Hat die alte Ossi-Tante im SED-Parteilehrjahr nicht aufgepasst?
War doch Pflicht für alle!

Nee, alle, aber auch alle heutigen Aktivitäten, liebe Frau Lengsfeld, liebe Landsleute, meine lieben Deutschen, hier und heute, sind und bleiben Entäußerungen des krisenhaften Kapitalismus.
Sumpfblüten also.

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