Soziale Netze


Hurra, hurra – de Leibzscher Zeitung iss da!

Wolfgang Anders


Na, das wurde aber auch Zeit!
Schließlich haben Rentner niemals Zeit.
Und genau in diesem Zeitfenster (Sagt man heute so!) muß Taxi-Toni (Einer der Besten im Leipziger Westen.) tagelang nach der Leipziger Zeitung suchen!
Wieviel Lottoläden, Bahnhofskioske und andere Etablissements hat er angefahren, um sein Lieblingsblatt zu erstehen.
Die Ansprechpartner (Durchweg nette Verkäuferinnen, ja…!) gaben unserem Volks-Korrespondenten Taxi-…, na, sie wissen schon, gerne Auskunft: „Ja, junger Mann (!!!), es haben schon viele (So zwei oder drei!) danach gefragt!“
„Und?“
„Na ja, die erscheint ja immer später! Vielleicht aber hat sie auch bloß ihr Erscheinen eingestellt!“
„Oder vergessen!“ relativierte unser freier Mitarbeiter Taxi-Toni… sofort, denn er gab die Hoffnung nicht auf.
Die LZ ist sein Lieblingsobjekt für seine umwerfenden Kritiken – die jetzt sogar in edles Leder gebunden erscheinen sollen!

Also, hören wir, was unser alter Freund so zu sagen hat:

Tja, liebe …äh…also… ich will mal sagen, also, mal so gesagt: schlecht isse nich! Das gann man so nich…obwohl, nee, also: So schlecht, daß mer sachen gönnde, se iss ganz schlecht, gann mor ni!
Aber, so gut, daß mr sachen misste, se iss ganz gut, isse ooch widder nich!
Also, ich wees ooch nich!

Soweit, soweit eben.

Die Redaktion behält sich eine weitere Bewertung dieses Blatte vor.

Wir sind nunmehr der Meinung (Ganz demokratisch wurde in unserer Redaktion darüber … gesprochen.):

Die nunmehrige LZ ist sowohl inhaltlich, als auch gestalterisch – ja, das kann man so sehen – durchaus lesbar.
Im Gegenteil: Die LZ wurde im Laufe ihres Erscheinens (Erst dünner, dann teurer – oder umgekehrt – sodann als einzige Wochenzeitung der Welt monatlich erscheinend!) immer besser.
Nun erscheint sie auch noch immer später.
Das läßt den Schluß zu, daß es wohl am Besten wäre, wenn sie gar nicht mehr erscheinen würde!

Nein – dann hätte unser Volkskorrespondent Taxi-Toni (Einer der Besten im Leipziger Westen!) nichts mehr, worauf er sich freuen könnte. Sein einziger Halt im Leben wäre dahin – nein, nein und nochmals nein!

Tja, meint auch schon wieder unser geschätzter Kollege: Warum immer wieder Sachsen?
Die Westpresse ist eben so: Falsch und hinterlistig! Und nächstes Jahr ist 500 Jahre Reformation. Bis dahin muß der sächsische Ruf gründlichst ruiniert werden…
Obwohl – liebe Katholen: ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich`s gänzlich ungeniert!

Also, die Schelte der LZ geht nur gegen die Deppen vor Ort…

Innenstadt ohne Autos – das geht gar nicht! Da aber ist Kollege Taxi-Toni ein wenig zu subjektiv.
Vielleicht sollte man sich doch nicht so auf Gutachten stützen, denn auf den gesunden Menschenverstand.

Integration unerwünscht?
Na klar – die Kameraden wollen doch alle wieder zwecks Aufbau in ihre Heimat zurück!
Oder?
Wir brauchen sie nicht – und schon gar nicht wegen irgend einer Lüge von der Demoskopie oder demographischen Entwicklung!

Also, wir lesen die Beiträge sowohl von Martin Freitag, als auch von Reginald Dobschütz gerne, meinten mehrere Redaktionskollegen zweistimmig.
Besonders die historischen, ergänzte unser Fahrer, ein ehemaliger Lehrer – und der muß es ja wissen!

Milchkühe in Zschocher?
Wird gefragt und ein grünes Arschloch weiß alles, was wir nicht wissen.
Auf diesem Tiefstand etwa befand sich der richtungweisende Beitrag „Der Wolf ist da“!

Schade ums Papier – oder habt ihr kein Kontingent?

Das Derby im Fußball wollen wir uns auch ansehen und freuen uns auf ein Spiel ohne Randale (?) in unserer Heimat, denn nur ein Leutzscher…oder so?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.