Soziale Netze


Kein Platz fürs Taxi in der Lückenpresse

Wolfgang Anders


Während ausführlich über streikende Schüler (die kaum wissen, was sie tun) berichtet wird, streiken auch in Leipzig und anderswo die Taxiunternehmer und Taxifahrer.
Sie kämpfen bis hoch zum Bundesverband Taxi und Mietwagen gegen Bundesminister Andreas Scheuer und die Absichten der Bundesregierung, die Gesetzeslage aufzuweichen – zu Gunsten des Großkapitals.

Ohne Not werden historisch gewachsene Organisationsformen unserer Infrastruktur beseitigt.
Damit zum Beispiel die Firma Uber aus den USA mit viel Knete im Rücken hierzulande machen kann, was sie will.

Worum geht es?

Das deutsche Taxi- und Mietwagengewerbe verfügt ganz sicher über einige Besonderheiten. So zum Beispiel fährt ein Taxi seinen Fahrgast von A nach B und von B nach A.
Für das Taxi besteht eine Betriebs- und Beförderungspflicht.
Dazu steht es am Halteplatz innerhalb seines Pflichtfahrgebietes oder wartet auf einen Auftrag über Funk oder Telefon.
Das Pflichtfahrgebiet ist in der Regel die Kommune, welche die Konzession erteilt.
Der Mietwagen (gleiche technische und gesetzliche Voraussetzungen wie das Taxi, das Outfit darf ein ziviles sein) wird ebenfalls über Funk oder Telefon oder persönlich geordert.
Es muß aber nach der Fahrt wieder an seinen Betriebssitz zurückkehren.

Einige in- und ausländische Konzerne versuchen nun, diese Rückkehrpflicht auszuhebeln.
Um ihre Fahrzeuge und Fahrer bedingungslos einsetzen zu können.

Den Zustand der Fahrzeuge kennen wir nicht (Taxi und Mietwagen unterliegen einer erweiterten Hauptuntersuchung, Taxameter werden geeicht), die Fahrer brauchen keine Ortskundeprüfung und keinen Personenbeförderungsschein.
Versicherungsfragen dürften ungelöst bleiben.

Es besteht für diese Konkurrenz keine Tarifbindung.

Möchten Sie nun mit einem übermüdeten Fahrer im kaputten Privatfahrzeug irgendwohin fahren? Ohne Versicherungsschutz?

Gute Fahrt!

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