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Kriegsschauplätze

Wolfgang Anders


Eine Reise zurück in die Geschichte des WK II

Mein Vater Helmut Anders reiste im Jahre 1961 mit seiner Familie nach Moskau.
Auch um die Zeit und die Gegend seiner Kriegsjahre zu reflektieren, wie er zum Ausdruck brachte.
Es war genau die Zeit des Mauerbaues in Berlin.
Ich war Schüler, auf alles neugierig, aber einen Kriegsschauplatz konnte ich nicht entdecken.
Das Denkmal des sowjetischen Soldaten in Berlin-Treptow kannte ich schon.
Sicher durften wir DDR-Touristen in Moskau noch weitere Kriegerdenkmäler besichtigen, woran ich mich aber nicht erinnere.
Erst Jahre später, nachdem mir Vater die Kriegsbilder seines älteren Bruders Heinz übergeben hatte, bekam dieses Thema für mich eine neue Bedeutung.
Heute schon wieder brandaktuell – bei einer Politik, die den Namen nicht verdient!
Dennoch – oder gerade deshalb – möchte ich heute, in dieser Zeit, die Orte des Geschehens aufsuchen, mit den Leuten reden und die Skizzen mit der Realität vergleichen.
Vielleicht möchten die Leute dort auch einen Krieg, wenigstens einen kleinen Krieg, ein Krieglein.
Damit unsere Wirtschaft mal so richtig durchstarten kann, all ihren militärischen Schrott verballern und weiter rüsten kann.
Es muss ja auch nicht Krieg heißen.
So eine kleine Polizeiaktion wie seinerzeit gegen Jugoslawien geht zur Not auch.
Mit dem kleinen Nebeneffekt, einen friedlichen Staat, der sich an der Spitze der Neutralen, der Dritten Welt, wähnte, zu zerbomben und zu zerhackstuecken.
Gerhard Schröder im Fernsehen: Wir haben damals das Völkerrecht gebrochen.
Macht nichts! Kann ja mal passieren.

Wo aber befinden sich nun die Kriegsschauplätze meiner Ahnen?
Im Teutoburger Wald?
Bei Tannenberg?
Keine Ahnung.
Großvater Fritz hat als Soldat zwei Weltkriege überlebt.
Großvater Emil bekam im WK I einen Lungenschuss, so dass er nicht mehr in den Zweiten ziehen musste.
Seine drei Söhne aber durften alle für Führer, Volk und Vaterland Krieg spielen.
Heinz Anders, der Älteste, gilt seit 1944 als vermisst.
Seine Skizzen von seinen Kriegsschauplätzen sind unvollständig erhalten – neben seinen Schülerzeichnungen. Siehe auch „Helmholtz-Schueler Heinz Anders“!

Wie hat er das bewerkstelligt?
Russische Tiefflieger in der Luft und Heinz mit Skizzenblock und Zeichenstift im Schützengraben?
Wer hat die Druckplatten (Ätzungen) hergestellt?
Heinz war Funker im Hermann-Göring-Regiment, später Unteroffizier in der Division Hermann Göring.
Da hatte er wenigstens Gelegenheit, Stift und Papier zu benutzen.

Ort, Zeit und Anlass gehen aus seiner Signatur hervor.

Bataillonsgefechtsstand.
Schloss bei Pontivy.
H. A.
1942

Das Schloss bei Pontivy konnte ich im Internet mit Hilfe eines freundlichen Franzosen schon identifizieren.
Einige Orte, wie zum Beispiel Pontivy, Morbihan und Locmine möchte ich unbedingt besuchen.

Norwegen, Italien und die Sowjetunion sind noch vertreten – mit historisch interessanten Bildern und Daten…

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