Einheit Monatsschrift

Soziale Netze


Niedliche Revolution

Wolfgang Anders


Friedliche Revolution, Lichterfest, Wiedervereinigung…
Lächerlich, albern bis verlogen.
„Ohne Preussen keine Wiedervereinigung!“ So der westdeutsche Historiker Julius Schoeps vor vielen Jahren.

Die gesellschaftlichen Veränderungen in der DDR haben die Bürger derselben erstritten.
Einen nicht unbedeutender Teil stellte mit etwa 2,1 Millionen Mitgliedern die SED selbst dar.
Und diese Mitglieder haben in Mitgliederversammlungen, im Parteilehrjahr und in Weiterbildungen (September `89 im Dimitroff-Museum) klipp und klar gesagt, daß die Politik falsch ist und Änderungen erfolgen müssen.
In aller Deutlichkeit.
Die Lehrgangsleitung konnte nur zur Kenntnis nehmen und nach oben berichten.
Antworten hatten sie schon keine mehr.

Aus meiner Sicht waren die damaligen wirtschaftlichen Probleme lösbar – durch Arbeit.

Einen Flughafen BER hatten wir nicht durchzufüttern.
Die Landwirtschaft hat funktioniert.
Arbeit hatte jeder und ein Dach übern Kopf ebenso!
Das muß mal wieder gesagt werden.

Schule und Berufsausbildung klappten genauso, mit einem Personennahverkehr ohne wesentliche Ausfälle.
Werksbusse und Schülerverkehr erreichte das letzte Dorf. Darüber hat man kaum nachgedacht.

Die großen gesellschaftlichen Verwerfungen kamen gerade erst mit der Treuhand und der sogenannten Wiedervereinigung.

Es gibt keinen Grund, dem Westen für irgendwas zu danken.
Selbst ist der Mann…

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